Alters-Geißel Arthrose
Abendzeitung München - 09. Oktober 2017

Alters-Geißel Arthrose

Etwa 40 Millionen Deutsche leiden an Gelenkverschleiß. Was hilft – und wie Sie vorbeugen können

Sie ist ein Volksleiden, das vor allem ältere Menschen plagt: Millionen Deutsche haben Arthrose. Häufig raten Ärzte dann zum Einsatz eines künstlichen Gelenks. In vielen Fällen lässt sich dieser Eingriff jedoch durch eine sogenannte multimodale Therapie vermeiden oder zumindest hinauszögern.

Wenn das Knie schmerzt, besonders beim Anlaufen und beim Treppensteigen, wenn es im Gelenk unangenehm knirscht oder knackt und es sich eventuell nur schwer bewegen lässt, könnte eine Arthrose dahinter stecken.

Dabei handelt es sich um einen krankhaften Gelenkverschleiß, bei dem sich der Knorpel, der im Gelenk als Stoßdämpfer dient und dafür sorgt, dass wir uns reibungslos bewegen können, allmählich verabschiedet. Die Folge sind oft schmerzhafte Entzündungen.

Am häufigsten erkranken Hüft- und Kniegelenke. Ärzte würden den Betroffenen zu häufig und vor allem zu schnell zu einer Arthroskopie oder gar zu einem künstlichen Gelenkersatz raten, kritisiert Dr. Willibald Walter, Orthopäde im Marianowicz Zentrum für Diagnose und Therapie in München Bogenhausen. Aussagen von Ärzten, wie „Das sieht nicht gut aus. In absehbarer Zeit kommen Sie nicht um eine Operation herum“ sorgen bei den Betroffenen für zusätzliche Verunsicherung. „Dabei lassen sich solche Operationen durch eine sogenannte multimodale Therapie, also eine Kombination verschiedener Behandlungsansätze, in etwa 75 Prozent der Fälle vermeiden oder zumindest lange hinauszögern“, sagt der Orthopäde...

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