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Schultergelenksbeschwerden

Schleimbeutelentzündung

Der Mensch schwingt sich nicht mehr von Liane zu Liane, er geht aufrecht auf zwei Beinen und trägt seine Beute nach hause. Nur Turner und Kletterer können noch im Erwachsenenalter an einem Seil hoch klettern.

Das hat seinen Preis - die „Tragemuskeln" sind viel stärker geworden und verursachen schon beim Anheben des Armes eine Enge unter dem anatomischen Schulterdach. Der Schleimbeutel, der das Reiben von Knochen und Sehnen mildern soll, kann sich bei häufiger mechanischer Einklemmung dann entzünden.

Schwillt der Schleimbeutel an, sprechen wir von einer Bursitis.

Impingement-Syndrom

Wird die Entzündung des Schleimbeutels nicht behandelt, entwickelt sich ein Schulter-Engpass-Syndrom auch Impingement genannt. Bewegungen des Armes über Kopf und seitliches Anheben lösen dann heftige Schmerzen aus.

Eine Schonhaltung und Ruhigstellung des Armes würde eine Versteifung der Schulter zur Folge haben. Die Entzündung sollte rasch medikamentös und mit Spritzen erfolgen, unterstützt durch Physiotherapie, die eine Kräftigung der „Zugmuskeln", vor allem des Latissimus-Muskels zum Ziel haben.

Kalkschulter

Chronische Entzündungen können Kalkeinlagerungen im Schleimbeutel und in den Sehnenansätzen der Rotatorenmanschette verursachen. Das Liegen auf der Schulter und das Anheben des Armes sind dann oft schmerzbedingt kaum mehr möglich. Durch Injektionen wird Schmerzerleichterung erreicht, das Kalkdepot kann erfolgreich mit Ultraschall-Stoßwellen aufgelöst werden.

Schulter-Eckgelenks-Arthrose

Bei Stürzen auf die Schulter kommt es häufig zur Verletzung oder Sprengung des Acromio-Clavicular-Gelenkes, der Verbindung zwischen dem Schulterdach (Acromion) und dem Schlüsselbein (Clavicula). Eine  traumatisch bedingte Instabilität des Gelenkes muß durch Ruhigstellung, manchmal auch durch Operation stabilisiert werden. Fortschreitender Verschleiß führt zur Arthrose und damit zur erheblichen Einschränkung der gesamten Schulterbeweglichkeit.

Rotatoren-Manschetten-Verletzung

Das Impingement der Schulter verursacht auf Dauer einen degenerativen Verschleiß an der Ansatzstelle der Rotatoren-Muskeln. Stürze oder häufige wiederholte Belastungen können zum Riss der Sehnen führen - dann ist das Anheben des Armes nicht mehr möglich.

Neben der Ultraschall-Diagnostik wird hier die Magnetresonanztherapie = Kernspin-Tomografie eingesetzt, um das Ausmaß des Schadens zu erkennen und gegebenenfalls die Entscheidung zur operativen, minimal-invasiven Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion zu treffen.

Schulter-Luxation

Die Schulter ist das Gelenk mit der größten Beweglichkeit am menschlichen Körper.

Die flache Gelenkpfanne und eine elastische Gelenkkapsel ermöglichen eine Rotation von fast 360°, stabilisiert von den ansetzenden Muskeln eine geniale Konstruktion.

Wirken große Hebelkräfte auf die Schulter, kann die Gelenkkugel jedoch aus der Pfanne luxieren- „die Schulter auskugeln". Der Arm steht dann in einer Fehlstellung und ist bewegungsunfähig. Schnellstmöglich muß eine Reposition das „Einrenken" durch einen geübten Arzt erfolgen, um weiteren Schaden an der Schulterkugel, der Pfanne und der Kapsel abzuwenden.

Nach kurzfristiger Ruhigstellung der Schulter wird durch Muskelaufbau und  Krankengymnastik die Stabilität des Schultergelenkes gefördert. Verbleibt ein Instabilitätsgefühl oder erneute Luxation ist eine operative Stabilisierung erorderlich.

Biceps-Sehnen-Riß

Auch bei gut trainierten Menschen kommt es im fortgeschrittenen Alter (>50 ) unter Belastung zu einem Ausriß der langen Biceps-Sehne am Oberarmkopf unter mehr oder weniger Schmerzen. Oft erst durch einen Bluterguß am Oberarm und einer Verkürzung des Biceps-Muskelbauchs erkennbar, hat dies zwar einen Kraftverlust (ca. 40%) zur Folge, selten stellt dies aber eine wesentliche Behinderung dar.



Praxis Dr. Marianowicz

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