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TOUR: „Kreuzfidel?“

Rennradfahren und Rückenschmerzen treten oft als unliebsames Duo auf. Wir zeigen die häufigsten Problemzonen – und wie man sich gegen Attacken von hinten wehrt.

Gegen die Volkskrankheit Rückenschmerzen empfehlen Ärzte gerne Sport – zum Beispiel Radfahren. Doch meist meinen sie damit nicht Rennradfahren in aerodynamischer Position mit Rundrücken und nach hintenoben gerecktem Kopf. Denn diese Haltung selbst kann schon zu Rückenschmerzen führen – beziehungsweise vorhandene Rückenschmerzen verstärken.

Die Überstreckung des Halses nach hinten „ist schon per se eine Stressposition“, sagt der Orthopäde und Sportmediziner Dr. Harry Böthig, der in seiner Münchener Praxis auch Leistungssportler betreut und selbst aktiver Ausdauersportler ist. „Dadurch entsteht sehr starker Druck auf die Zwischenwirbelgelenke der Halswirbelsäule, der zu Entzündungen führen kann.“ Je weiter die Halswirbelsäule überstreckt ist, umso stärker wirkt der Druck besonders auf die Facettengelenke – die kleinen Gelenke zwischen den Gelenkfortsätzen der Wirbel. Zusammen mit Bandscheiben und Bändern ermöglichen sie die Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Bei zu starker Überstreckung oder längerer einseitiger Belastung verkürzt und versteift sich jedoch als Erstes die Hals- und Nackenmuskulatur. „In Verbindung mit den meist ebenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Faszien in diesem Bereich kann das schon ausreichen, um Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Händen und Armen zu erzeugen“, erklärt Böthig. Oft könne dann auch schon eine osteopathische Behandlung helfen, das Problem schnell wieder in den Griff zu kriegen...



Petra Vennekold
MARIANOWICZ MEDIZIN
Zentrum für Diagnose & Therapie

Törringstraße 6

81675 München-Bogenhausen

Tel: +49 (0)89 41 11 859-105