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Medizinische Fachbegriffe gut erklärt

Akupunktur
Definition:

Die Akupunktur ist eine der Säulen der Traditionelle Chinesische Medizin, also der Traditionellen Chinesischen Medizin. In dieser rund 5000 Jahre alten asiatischen Heillehre geht man davon aus, dass der gesamte Körper von Leitbahnen, so genannten Meridianen, durchzogen ist. Auf diesen Meridianen fließt das Chi oder Qi, die Lebensenergie. Kommt es zu Störungen oder Blockaden dieses Energieflusses, fühlt man sich schlecht oder wird krank. Um diese Lebensenergie wieder in Schwung zu bringen, werden in der Traditionelle Chinesische Medizin verschiedene Verfahren angewandt. Neben Bewegungsübungen wie Qigong oder Taijiquan, Massagetechniken wie Shiatsu oder Tuina sind die Arzneitherapie sowie die Akupunktur mit der so genannten Moxibustion (Erwärmung der Akupunkturpunkte)  im Fokus. Gerade die Akupunktur ist im Kampf gegen Rückenschmerzen sehr effektiv. Noch vor einiger Zeit glaubte die Schulmedizin noch, dass es sich dabei um reine Placeboeffekte handeln müsste. Inzwischen hat man festgestellt, dass die diversen Akupunkturpunkte an Stellen liegen, wo Gefäße und Nerven besonders nah an der Hautoberfläche liegen, wo ein sehr viel geringerer Hautwiderstand herrscht. Man vermutet, dass es durch die Nadelreizung zu einer Ausschüttung von bestimmten Hormonen kommt, die wiederum über elektrische Impulse bestimmte schmerz fördernde Substanzen hemmen. Zudem ist sehr wahrscheinlich, dass die Akupunkturnadeln Endorphine aktivieren, das sind schmerz lindernde und stimmungs aufhellende Botenstoffe.

Anti-Interleukin-1-Therapie
Definition:

Ein relativ neue und sehr viel versprechende Methode, die aus der Molekular-Biologie kommt. Bei der so genannten Anti-Interleukin I -Therapie werden körpereigene Eiweißstoffe in Wirbelgelenke oder an die entzündete Nervenwurzel gespritzt. Ideal für Arthrosepatienten, bei Ischiasbescherden oder gereizten Nerven nach einem Bandscheibenvorfall. Für diese Therapie muss dem Patienten ein wenig Blut abgenommen werden. Es enthält nämlich einen phantastischen Wirkstoff, das Anti-Interleukin-1. Diese Substanz ist in der Lage, den Knorpel zu schützen und hemmt gleichzeitig entzündungs fördernde und gelenk zerstörende Botenstoffe des Immunsystems. Dieser Wirkstoff im Blut des Patienten wird in unserem Labor zur Vermehrung angeregt, isoliert, in Spritzen abgefüllt und zunächst eingefroren. Fünf  bis acht Injektionen sind nötig für eine anhaltende Verbesserung, die zwischen ein und drei Jahren anhält. Da es sich um eine körpereigene Substanz handelt. Kann sie selbst bei Patienten mit Medikamentenunverträglichkeiten oder Diabetes bedenkenlos eingesetzt werden.

Antirheumatika
Definition:
Antirheumatika, nichtsteroidale

Zu dieser Medikamentengruppe gehören Substanzen wie Acetylsalicylsäure, Ibufrofen, Diclofenac, Metamizol und die so genannten Selektiven COX-2-Hemmer. Die Antirheumatika lindern die Symptome von Entzündungsprozessen wie Schmerz und Schwellung und helfen bei leichten bis mittleren akuten Rückenschmerzen.  Häufigste Nebenwirkung sind Magenbeschwerden, Leber- und Nierenschäden.

Arthritis
Definition:

Entzündliche Erkrankung der Gelenke.

Arthrose
Definition:

Degenerative Erkrankung der Gelenke, bedingt durch Fehlbelastungen, altersbedingten Abnutzungserscheinungen, Übergewicht oder auch Verletzungen.

Bandscheibe
Definition:
Bandscheiben

Zwischen den einzelnen Wirbeln liegen die Bandscheiben als eine Art Puffer. Diese Aufgabe übernehmen sie allerdings nicht alleine, die doppelte S-Form der Wirbelsäule hat ebenfalls eine Stoßdämpfer-Funktion.  Die einzelnen Bandscheiben bestehen aus einem ziemlich festen, aber elastischen äußeren Faserring und einem weichen, dickflüssigen Gallertkern, der selber nicht durchblutet ist. Dieser Gallertkern besteht je nach Alter und Zustand der Bandscheibe bis zu 90 Prozent aus Wasser und seine Fasern können bis zum 1000fachen ihrer Masse an Feuchtigkeit wie ein Schwamm speichern.

Bandscheibenvorfall
Definition:
Bandscheibenvorfall / Bandscheibenvorwölbung

Bandscheiben verzeihen viel, können aber auch Probleme machen. Verzieht sich etwa der umgebende Faserring der Bandscheibe mittig oder zur Seite, spricht man von einer Vorwölbung (Protrusion). Drückt der innere Gallertkern der Bandscheibe so stark auf den Faserring, dass dieser einreißt, ist das ein Bandscheibenvorfall (Prolaps). Wenn bereits Gallertmasse aus dem Faserring in den Wirbelkanal austritt, spricht man von einem sequestrierten Bandscheibenvorfall.

Chirotherapie
Definition:

Chirotherapie bedeutet "mit der Hand heilen" und heißt deshalb auch Manualtherapie (manus, lat. = Hand).  Die Chirotherapie ist Ärzten vorbehalten, Heilpraktiker wenden die Chiropraktik an. Die Heilmethode war, wenn auch in abgewandelter Form,  schon Hippokrates, dem Begründer der europäischen Medizin im 5. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Die moderne Chirotherapie wurde von dem kanadischen Heiler Daniel David Palmer am Ende des 19. Jahrhunderts initiiert. Generell geht es bei der Chirotherapie darum, blockierte Gelenke wieder funktionsfähig zu machen. Dabei setzt der Therapeut zwei Methoden ein, die mobilisierende und die manipulative. Bei der mobilisierenden Technik wird die Beweglichkeit der Gelenke mit sanften, häufig wiederholten Dehnungen wiederhergestellt. Bei der manipulativen Technik werden die Gelenke mit einer schnellen, eher ruckartigen Bewegung wieder in die richtige Stellung gebracht. Ganz wichtig im Vorfeld ist eine genaue Anamnese inklusive Röntgenaufnahmen oder - noch besser -   Computertomografie- oder Magnetresonanztherapie-Bildern, die eine genauere Aussage über die Wirbelsäulenschäden geben. Die Chirotherapie sollte nicht angewendet werden bei akuten Bandscheibenvorfällen, Spondylitis, Verletzungen oder Frakturen der Wirbelsäule sowie bei Tumorerkrankungen im Bereich des Rückens.

Computertomografie
Definition:

Die Computertomografie ist ein Röntgenverfahren mit einem um den Patienten kreisenden Strahl. Das Gerät fertigt viele Querschnittsbilder des jeweiligen Untersuchungsbereichs an, die der Computer dann zu einem dreidimensionalen, sehr differenzierten Bild zusammensetzt. Die Computertomografie wird neben der Diagnostik vorwiegend für die interventionelle Schmerztherapie verwendet. Gerade im Bereich der Brust- und Halswirbelsäule ist die Methode hilfreich für die zusätzliche Darstellung von Weichteilen wie Lunge oder Gefäßen, was im C-Bogen nicht möglich ist. Diagnostischer Schwerpunkt ist die Darstellung knöcherner Strukturen bei Einengungen, Verletzungen und Verschleißerscheinungen.

Entspannungsmethoden
Definition:

Stress kann zu Fehlhaltungen und damit zu Verspannungen der Muskulatur oder Blockaden der Wirbelgelenke führen. Entspannungsmethoden helfen dabei, den hektischen Alltag besser zu bewältigen und beugen solchen Problemen vor. Es gibt eine Vielzahl von wirksamen Relax-Methoden wie Autogenes Training, die Progressive Muskelrelaxation oder Atemübungen. Hilfreich bei Rückenschmerzen sind auch Kombi-Methoden, die Muskeltraining und Entspannung vereinen wie etwa Yoga, Pilates oder Gyrotonic.

Epidurale Fibrose
Definition:

Epidurale Fibrose sind Narbenverwachsungen nach Rückenoperationen, die teilweise zu starken Schmerzen führen können. Typisch für das Auftreten einer Fibrose ist eine kurzzeitige Schmerzfreiheit von zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff, gefolgt von einem erneuten Auftreten von sehr hartnäckigen Schmerzen. Im Kernspinbild sieht man unter Gabe eines Kontrastmittels den Unterschied zwischen einer Narbe oder nachgerutschtem Bandscheibengewebe. Leider ist die Therapie der Fibrosen nur sehr eingeschränkt möglich, da ein Nachoperieren in die Narbe hinein wenig erfolgreich ist und meistens zu noch stärkerer Narbenbildung führt. Versteifungs-Eingriffe haben nur wenig Aussicht auf Erfolg.

Epidurale Neuroplastie
Definition:

Mit dem Epidurale Neuroplastie lassen sich Rückenprobleme zielgenau da behandeln, wo sie liegen. Dieser Katheter wurde von uns aufgrund der jahrzehnte langen Erfahrungen in der Therapie von Wirbelsäulen-Beschwerden mitentwickelt und ist eine sinnvolle Weiterentwicklung anderer Katheter-Systeme, die auf dem Markt erhältlich sind. Er eignet sich zur Behandlung von akuten und chronischen Bandscheibenvorfällen, Narben nach Voroperationen und leichten bis mittelschweren Spinalstenosen.

Für die Behandlung sind eine lokale Betäubung sowie eine leichte Sedierung durch einen Anästhesisten, auch Dämmerschlaf genannt, nötig. Ohne chirurgischen Schnitt wird dann an der natürlichen Öffnung des Steißbeins der Epidurale Neuroplastie unter genauer Bildkontrolle in den Wirbelkanal eingeführt. Dabei handelt es sich um eine hochelastischen dünnen Spezialschlauch aus Kunststoff mit einem Innendraht aus Nitinol, das ist eine Nickel-Titan-Legierung. Sie sorgt dafür, dass dieser Schlauch einerseits sehr elastisch aber auch äußert formstabil ist und beim Einführen in den Wirbelkanal nicht abknicken kann. An der Spitze des Schlauchs befindet sich eine abgerundete Kunststoffspitze, die direkt an das entzündete, geschwollene und eingeengte Gewebe der betreffenden Bandscheibe geschoben wird. Über diesen Schlauch werden zielgenau verschiedene Substanzen wie antientzündliche Medikamente, abschwellende,  schmerz stillende, durchblutungfördernde und narben lösende Substanzen injiziert. 

Der Katheter bleibt über zwei bis drei Tage im Körper, zweimal täglich wird der Medikamenten-Cocktail nachgespritzt. Der Eingriff dauert rund 30 Minuten und wird auch ambulant durchgeführt. Bei starken Schmerzzuständen, bei älteren oder Risikopatienten ist ein stationärer Aufenthalt nötig. Dank des flexiblen Schlauches kann man sich frei mit dem Katheter bewegen, arbeiten sollte man allerdings erst nach Entfernung des Katheters wieder.

Facettengelenke
Definition:

Kleine Zwischenwirbelgelenke im Bereich der Lenden- und Halswirbelsäule. Diese Verbindungsgelenke werden auch Facettengelenke genannt, weil sie durch ihre glatte fast elegante Form ein wenig an die Facetten eines geschliffenen Edelsteins erinnern. Ihr Verschleiß führt zu verstärkter Reibung und Abnutzung und somit zu einer Gelenksentzündung.

Foramenenstenose
Definition:

Durch knöcherne Auswüchse oder sich vorwölbendes Bandscheibengewebe kann es zu Einengungen an den Nervenaustrittslöchern der Wirbelgelenke  kommen, der so genannten Foramenstenose.  Das führt zu Reizungen der Nervenwurzeln mit diffusen Schmerzen, Taubheitsgefühlen sowie Gehunsicherheit. Eine Foramenstenose kann durch eine Facettenarthrose entstehen. Durch diesen Gelenksverschleiß kommt es zur vermehrten Bildung von wilder Knochenmasse,  die den Nervenaustrittspunkt von hinten einengen kann. Aber auch in den Nervenaustrittspunkt hineinragendes Bandscheibengewebe oder knöcherne Auswüchse der Wirbelkörper können ihn von vorne bedrängen.  Das passiert etwa nach alten Bandscheibenvorfällen oder degenerativen Veränderungen der Bandscheiben (Osteochondrose).

Hexenschuss
Definition:

Genau genommen ist Ischias oder besser eine Ischialgie keine Krankheit, sondern ein Zeichen, dass der Ischiasnerv gereizt ist. Ischiasbeschwerden gehören zur Gruppe der Lumbalgien, also den Problemen der Lendenwirbelsäule. Kommt dieser Schmerz so rasend schnell und heftig, dass man sich kaum noch bewegen kann, spricht der Volksmund auch von einem Hexenschuss

Bei der Ischialgie ist eine der Wurzeln des Ischiasnervs,  die aus dem Wirbelkanal austreten und  die Beine versorgen, gereizt oder eingeklemmt. Der lädierte Nerv sendet dumpfe, bohrende Schmerzen aus, die scheinbar im Gesäß sitzen und bis ins Bein oder sogar in den Fuß ausstrahlen.

Iliosakralgelenk
Definition:

Das Iliosakralgelenk (Iliosakralgelenk) verbindet Becken und  Wirbelsäule miteinander und gehört zu den Plattengelenken. Durch eine relativ hohe statische Belastung kann es wie bei der Wirbelsäule auch zu Blockaden, also funktionellen Störungen des Iliosakralgelenk kommen (Iliosakralgelenk-Syndrom).

Ischias
Definition:

Genau genommen ist Ischias oder besser eine Ischialgie keine Krankheit, sondern ein Zeichen, dass der Ischiasnerv gereizt ist. Ischiasbeschwerden gehören zur Gruppe der Lumbalgien, also den Problemen der Lendenwirbelsäule. Kommt dieser Schmerz so rasend schnell und heftig, dass man sich kaum noch bewegen kann, spricht der Volksmund auch von einem Hexenschuss

Bei der Ischialgie ist eine der Wurzeln des Ischiasnervs,  die aus dem Wirbelkanal austreten und  die Beine versorgen, gereizt oder eingeklemmt. Der lädierte Nerv sendet dumpfe, bohrende Schmerzen aus, die scheinbar im Gesäß sitzen und bis ins Bein oder sogar in den Fuß ausstrahlen.

Kältetherapie
Definition:

Kälte hilft generell bei Rückenproblemen, die mit Entzündungen einhergehen. So ganz eindeutig kann man aber nicht sagen, welcher Mensch darauf anspricht. Letztlich muss jeder Patient selber ausprobieren, ob ihm Wärme oder eher Kälte gut tut. Das ist meist recht eindeutig. Man kennt das Wirkprinzip von Kältesprays, die zur kurzfristigen Schmerzlinderung bei Muskelverletzungen aber auch bei oberflächlichen kleinen chirurgischen Eingriffen eingesetzt werden. Sie verengen die Blutgefäße, blockieren die Schmerzrezeptoren samt der weiterleitenden Nerven und lindern so den Schmerz. Die einfachste Form der Kältetherapie sind so genannte Cool-Packs, mit nicht gefrierendem Gel gefüllte Kunststoffkissen, die man im Eisfach aufbewahrt. Man sollte sie am besten vor der Anwendung noch mal in ein dünnes Baumwolltuch hüllen, sonst könnte der Kältereiz zu stark sein. Auch Heilerde oder Quark eignen sich für kalte Wickel und Umschläge. Eine High-Tech-Variante der Kältetherapie ist die Kryotherapie. Bei der lokalen Anwendung wird flüssiger, minus 180 Grad kalter Stickstoff als Dampf auf die schmerzenden Stellen geblasen.  Das lindert Schmerzen und macht die Gelenke kurzfristig beweglicher -  die ideale Basis für eine nachfolgende Physiotherapie. Kälte am ganzen Körper spürt man in der minus 110 Grad kalten Kältekammer. Drei Minuten im Badeanzug -  aber mit Handschuhen und Fußschützern  - reichen, um Schmerzen kurzfristig fast völlig zum Verschwinden zu bringen. Nach einer Phase von 20 Kältekammerbesuchen gaben sogar 90 Prozent  aller Patienten an, deutlich schmerzfreier zu sein und weniger Medikamente zu brauchen. Die Kältekammer soll zudem eine Stimulation des Immunsystems bewirken, deswegen hilft sie auch bei entzündlichen Rückenerkrankungen gut.

Kernspintomografie
Definition:

Im Gegensatz zum Computertomografie arbeitet ein Magnetresonanztherapie nicht mit Strahlung sondern mit einem Magnetfeld. Die Untersuchung ist mit relativ lauten Geräuschen verbunden, deshalb bekommt der Patient dabei meist Kopfhörer mit Musik aufgesetzt. Diagnostischer Schwerpunkt des Computertomografie ist die Darstellung von Weichteilen wie Bandscheiben, Knorpeln, Nerven oder Narbengewebe.

Das Magnetresonanztherapie oder Kernspin wird neben der Diagnostik mit den gleichen Indikationen wie das Computertomografie verwendet, allerdings mit neuartigen Nadeln, die wegen des starken Magnetfelds aus nichtmetallischen Kohlenstofffasern hergestellt sind, da es sonst zu Fehldarstellungen auf den Bildern kommen kann Die Untersuchung ist relativ aufwändig und teuer.

Kortison
Definition:

Kortison ist ein Hormon, das unter anderem von der Nebenniere produziert wird. Es hat eine stark entzündungs hemmende Wirkung. Wichtig ist allerdings die richtige Dosierung. Denn bei Kortison kommt es nicht auf die hohe Dosis an, sondern auf die zielgenaue Behandlung.  Die Nebenwirkungen von Kortison zeigen sich besonders bei längerfristiger und dauerhafter Anwendung. Der Körper drosselt beispielsweise seine eigene Kortisolproduktion, deshalb darf man das Medikament nicht abrupt absetzen, sondern muss sich langsam ausschleichen. Zudem hat Kortison eine schädigende Wirkung auf die Knochen und kann Osteoporose begünstigen, allerdings auch erst nach langer Verabreichung und Kalzium, Vitamin D oder Fluor. Bei Langzeitbehandlung kann Kortison auch Diabetes auslösen.

Magnetresonanztherapie
Definition:

Im Gegensatz zum Computertomografie arbeitet ein Magnetresonanztherapie ohne Strahlung sondern mit einem Magnetfeld. Die Untersuchung ist mit relativ lauten Geräuschen verbunden, deshalb bekommt der Patient dabei meist Kopfhörer mit Musik. . Diagnostischer Schwerpunkt ist die Darstellung von Weichteilen wie Bandscheiben, Knorpeln, Nerven oder Narbengewebe.

Das Magnetresonanztherapie oder Kernspin wird neben der Diagnostik mit den gleichen Indikationen wie das Computertomografie verwendet, allerdings mit neuartigen Nadeln, die wegen des starken Magnetfelds aus nichtmetallischen Kohlenstofffasern hergestellt sind, da es sonst zu Fehldarstellungen auf den Bildern kommen kann Die Untersuchung ist relativ aufwändig und teuer.

Mikrotherapie
Definition:

Moderne Behandlungsmethode bei der minimalinvasive Eingriffe unter Sichtkontrolle durch bildgebende Verfahren wie den C-Bogen, Computertomografie oder Magnetresonanztherapie durchgeführt werden.

Muskelrelaxantien
Definition:

Zu den Muskelrelaxantien gehört eine ganze Gruppe von Wirkstoffen, am häufigsten wird das Valium-verwandte Tetrazepam eingesetzt. Es gehört zu den Benzodiazepinen, also den Beruhigungsmitteln mit angstlösender Wirkung, ist jedoch ausschließlich als muskelentspannendes Mittel zugelassen. Es wirkt, wie andere Muskelrelaxantien auch, im zentralen Nervensystem und verhindert, dass Nervenimpulse, die Muskeln zur Kontraktion bringen, umgesetzt werden. Das verhindert eine Daueranspannung der Muskulatur und schützt so vor Verspannungen und Schmerzen. Muskelrelaxatien sind keinesfalls ein Dauermedikament. Sie sollten eigentlich nur dazu dienen, die Schmerzen während der Suche nach der Ursache zu lindern. Danach kommen dann andere Medikamente oder Therapien zum Einsatz.

Die häufigste Nebenwirkung von muskelentspannenden Mitteln sind Müdigkeit und Benommenheit. Bei Tetrazepam kommt aber, genau wie bei anderen Benzodiazepinen,  ein anderes gravierendes Problem hinzu: Es macht innerhalb von kürzester Zeit abhängig. Ein abruptes Absetzen des Medikaments führt deshalb zu schweren Entzugserscheinungen, deshalb sollte man sich nur mit ärztlicher Hilfe langsam aus dem Medikament ausschleichen.

Myegelosen
Definition:

Das Wort kommt aus dem Griechischen, bedeutet Muskelfrost und erklärt die Sache recht bildlich. Denn die Muskulatur fühlt sich bretthart, wie eingefroren, und nicht schön weich und elastisch an. Die Knubbel, die man bei einer Myegelose im Gewebe tasten kann, sind Milchsäure (Laktat). Dieses Abfallprodukt entsteht, wenn der Muskel bei extremen Anstrengungen seine Energie anaerob, also ohne Sauerstoff gewinnen muss. Er wird dann buchstäblich sauer, ist übermüdet und beginnt mit einer verstärkten Produktion von Milchsäure. Eine Myegelose bildet sich normalerweise von selbst zurück.

Osteopathie
Definition:

Leben ist Bewegung: An diesem Leitsatz orientiert sich die Osteopathie. Sie ist eng mit der Chirotherapie verwandt, allerdings gilt sie wesentlich sanfter. Daher sind auch unerwünschte Nebenwirkungen seltener. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Methode vom US-Arzt Andrew Taylor Still begründet. In Deutschland hat sie erst seit ungefähr 40 Jahren als alternativmedizinisches Verfahren eine Bedeutung. Laut Still können Bewegungseinschränkungen der Gelenke und Faszien (Bindegewebsschicht, die Organe, Muskeln und Muskelfasern umhüllt) früher oder später nicht nur zu Erkrankungen des Bewegungsapparates sondern auch des Herz-Kreislauf-Systemes oder anderer Organe führen. Durch gezieltes Drücken, sanftes Drehen oder leichtes Bohren sollen diese Bewegungseinschränkungen wieder gelöst werden. Dabei gibt es verschiedene Formen der Osteopathie. Bei der strukturellen Osteopathie liegt der Schwerpunkt auf Muskeln, Knochen und Gelenken, bei der viszeralen auf den inneren Organen. Auch die so genannte Craniosacral-Therapie ist eine Unterform der Osteopathie. Hier steht eine Stimulation des Zentralen Nervensystems in Vordergrund, behandelt wird vor allem das Rückenmark.

Osteoporose
Definition:

Wörtlich übersetzt heißt Osteoporose "poröser Knochen". Dahinter verbirgt sich ein gesteigerter Verlust von Knochenmasse durch den Abbau von Kalzium in den Knochen. Osteoporose ist inzwischen zur wahren Volkskrankheit geworden: Etwa sechs Millionen Osteoporose-Kranke gibt es in Deutschland, jede dritte Frau ist betroffen.

Alle sieben Minuten bricht sich in Deutschland eine Frau einen Wirbelknochen, zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen nach der Menopause. Die meisten ahnen nicht mal, dass sich dahinter Osteoporose verbirgt.  Was viele nicht wissen:  Auch 10 Prozent aller Männer über 60 leiden an einer sekundären Osteoporose, verursacht durch eine ungesunde Lebensweise, unausgewogene Ernährung, verstärkten Alkoholkonsum oder Medikamenteneinnahme.

Das Tückische an der Osteoporose: sie ist eher eine stille, schleichend verlaufende Krankheit. Die Knochen werden durch den Abbau von Knochenmasse so geschwächt, dass selbst geringe Belastungen wie ein leichter Sturz zu Knochenbrüchen führen können. Fast unbemerkt treten Brüche an den Wirbelkörpern auf, die dann zum so genannten Witwenbuckel führen können. Aber auch der Oberschenkelknochen oder die Speiche am Unterarm sind Stellen, an denen bei Osteoporose häufig Brüche entstehen. Erst anlässlich eines Knochenbruchs wird die Krankheit häufig überhaupt als solche erkannt. Dann ist allerdings schon viel Knochenmasse verloren gegangen, die sich auch nicht wieder aufbauen lässt. Alles, was man tun kann, ist dem weiteren Abbau vorzubeugen. Bei einer fortgeschrittenen Osteoporose kommen häufig heftige Rückenschmerzen hinzu, die Haltung ist nach vorne geneigt. Viele Frauen leiden neben den Schmerzen besonders unter dieser Veränderung des Aussehens und der zunehmenden Bewegungseinschränkung.

Physiotherapie
Definition:

Was heute Physiotherapie heißt, ist nichts anderes als die gute alte Krankengymnastik. Wir setzen sie bei uns nicht nur in der ersten Behandlungsstufe bei leichten Schmerzen ein, sondern kombinieren sie bei Patienten mit stärkeren Schmerzen in der Phase des Abklingens mit unseren interventionellen Schmerztherapien.  In der akuten Schmerzphase macht die Physiotherapie dagegen wenig Sinn, weil einerseits der Therapeut frustriert ist, da der Patient wegen der Schmerzen kaum zu Übungen fähig ist  und der Patient fühlt sich nach der Therapie oft schlechter als vorher. Zur Physiotherapie gehören einerseits aktive Übungen zur Muskelkräftigung und besseren Bewegungskoordination, andererseits aber auch passive Therapien mit natürlichen physikalischen Reizen wie Wärme, Kälte,  Druck, Elektrizität und Strahlung. Es gibt sehr viele unterschiedliche Verfahren, nach denen Physiotherapeuten arbeiten.

Protrusion
Definition:

Medizinischer Ausdruck für Bandscheibenvorwölbung.

Röntgen
Definition:

Röntgenaufnahmen sind ein bildgebendes Diagnose-Verfahren bei knöchernen Verletzungen, Osteoporose oder Fehlstellungen wie Skoliose. Für die Diagnostik von Bandscheibenleiden sind sie völlig ungeeignet. Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die von hartem Gewebe wie Knochen besonders stark absorbiert werden. Dadurch stellen sich knöcherne Strukturen auf der Röntgenaufnahme hell da.  Auch wenn die Strahlendosis heute deutlich niedriger ist als vor einigen Jahrzehnten, sollte der Arzt vor jeder Röntgenuntersuchung genau den Nutzen abwägen.

Sequester
Definition:

Wenn die Gallertmasse des Bandscheibenkerns den Faserring durchbricht und in den Wirbelkanal eindringt, spricht man von einem Sequester oder sequestrierten Bandscheibenvorfall.

Skoliose
Definition:
Skoliose / Morbus Scheuermann

Bei der Skoliose handelt es sich um eine Verkrümmung der Wirbelsäule im Brust- und/oder Lendenwirbelbereich. Beim Morbus Scheuermann sind die Wirbel in diesem Bereich von einer Wachstumstörung unbekannter Ursache betroffen. Beide Erkrankungen werden häufig bei Kindern und Jugendlichen in der Pubertät festgestellt.

Eine Skoliose ist eine  Rückenerkrankung, bei der die Wirbelsäule nach rechts oder links verbogen ist und gleichzeitig noch einzelne Wirbelkörper verdreht sind.  Etwa 90 Prozent der Skoliosen sind idiopathisch. Das bedeutet, man kennt den Auslöser der Erkrankung nicht. Sie wird meist bei Kindern vor im Alter zwischen zehn und zwölf Jahre entdeckt. Mädchen sind viermal häufiger davon betroffen als Jungen.

Die Verkrümmung der Wirbelsäule kann sich im Lendenwirbel- aber auch den Brustwirbel-Bereich zeigen, manchmal sind sogar beide Regionen betroffen, dann spricht man von einer Doppel-S-SkolioseSkoliose betroffene Kinder in einem fortgeschrittenen Stadium haben oft eine ganz charakterische Fehlhaltung: Eine Hüftseite springt stärker hervor, eine Schulter steht etwas hoch und eine Rückenhälfte wölbt sich stärker nach hinten. Diese Fehlhaltung fällt dann irgendwann beim Kleiderkauf oder beim Sportunterricht auf.  Doch so weit muss es nicht kommen. Denn: Je früher eine Skoliose erkannt wird, desto besser sind die Chancen zur Rückbildung. Der Morbus Scheuermann ist eine Wachstumsstörung der Wirbel im Brust und/oder Lendenwirbelbereich. Sie tritt meist im Alter zwischen 10 und 15 Jahren auf. Jungen sind doppelt so häufig betroffen wie Mädchen. Aus bislang unbekannter Ursache stirbt bei der Krankheit ein Teil des Knochens ab. Die Wirbelkörper bekommen dadurch eine Keilform, die Bandscheiben sinken in die Wirbel ein, man nennt das auch die Schmorlschen Knötchen. Die Folge sind Schmerzen - und ein ausgeprägter Rundrücken. Eltern interpretieren diese Haltung oft falsch, nämlich als schlaksig oder nachlässig. Nach der Pubertät kommt die Scheuermann-Krankheit zum Stillstand, die Schmerzen verschwinden dann, der Rundrücken bleibt jedoch.

Spinalstenose
Definition:

Durch knöcherne Auswüchse oder sich vorwölbendes Bandscheibengewebe kann es zu Einengungen an den Nervenaustrittslöchern der Wirbelgelenke (Foramenstenose) oder im Spinalkanal (Spinalstenose) kommen. Das führt zu Reizungen der Nervenwurzeln mit diffusen Schmerzen, Taubheitsgefühlen sowie Gehunsicherheit.

Eine Foramenstenose kann durch eine Facettenarthrose entstehen. Durch diesen Gelenksverschleiß kommt es zur vermehrten Bildung von wilder Knochenmasse,  die den Nervenaustrittspunkt von hinten einengen kann. Aber auch in den Nervenaustrittspunkt hineinragendes Bandscheibengewebe oder knöcherne Auswüchse der Wirbelkörper können ihn von vorne bedrängen. Das passiert etwa nach alten Bandscheibenvorfällen oder degenerativen Veränderungen der Bandscheiben (Osteochondrose). Das führt zu einer Reizung der betroffenen Nervenwurzel mit Ausstrahlung in den Rücken und ins Bein samt Pelzigkeitsgefühlen, Kribbeln, Ameisenlaufen und dem Verlust von Reflexen. Bei der Spinalstenose unterscheidet man nach primärer und sekundärer Form. Primär bedeutet, dass ein Mensch schon mit einem engen Spinalkanal geboren wird. Viele Menschen über 60 leiden jedoch an einer sekundären abnutzungsbedingten Spinalstenose, also einer erworbenen Verengung des Spinalkanals. Die Verengung kann verschiedene Ursachen haben: geschädigte Bandscheiben, die sich vorwölben, und knöchernde Auswüchse der Zwischenwirbelgelenke (Spondylophyten)  aber auch eine Verdickung des Ligamentum flavum, des Bandes, das die beiden Wirbelkörper zusammenhält und die Wirbelsäule zusätzlich stabilisiert.

Spondylarthrose
Definition:

So wie es im Kniegelenk sehr häufig durch Abnutzung zu einer Arthrose kommt, kann das gleiche im Bereich der Lendenwirbelsäule passieren. Bei einer Spondylarthrose sind die kleinen Zwischenwirbelgelenke im Bereich der Lenden- und Halswirbelsäule von dieser Abnutzungserscheinung betroffen. Diese Verbindungsgelenke werden auch Facettengelenke genannt, weil sie durch ihre glatte fast elegante Form ein wenig an die Facetten eines geschliffenen Edelsteins erinnern. Primär führt der Verschleiß wie bei einem Kugellager zu verstärkter Reibung und Abnutzung und dadurch zu einer Gelenksentzündung, wie wir sie an Knie und Hüfte kennen. Verbunden damit ist der typische Anlauf- und Bewegungsschmerz und im akuten Zustand auch ein zusätzlicher Ruheschmerz.

Szintigrafie
Definition:

Die Szintigrafie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, bei dem radioaktiv markierte Stoffe gespritzt werden, die sich im beispielsweise im Skelett anreichern. Die von den radioaktiven Stoffen ausgehende Gammastrahlung fängt ein Scanner oder eine Kamera auf und setzt sie in ein Bild, das so genannte Szintigramm um. An Entzündungsherden etwa läuft der Stoffwechsel schneller ab, an diesen Stellen sind die radioaktiven Stoffen anders verteilt als im übrigen Gewebe. Sie erscheinen auf dem Szintigramm dann dunkler oder bei einem Farb-Szintigramm auch in roter Farbe, was auf viel Aktivität, also eine Entzündungsreaktion, hinweist.

Traditionelle Chinesische Medizin
Definition:

Traditionelle Chinesische Medizin steht für Traditionelle Chinesische Medizin. In dieser rund 5000 Jahre alten asiatischen Heillehre geht man davon aus, dass der gesamte Körper von Leitbahnen, so genannten Meridianen, durchzogen ist. Auf diesen Meridianen fließt das Chi oder Qi, die Lebensenergie. Kommt es zu Störungen oder Blockaden dieses Energieflusses, fühlt man sich schlecht oder wird krank. Um diese Lebensenergie wieder in Schwung zu bringen, werden in der Traditionelle Chinesische Medizin verschiedene Verfahren angewandt. Neben Bewegungsübungen wie Qigong oder Taijiquan, Massagetechniken wie Shiatsu oder Tuina sind die Arzneitherapie sowie die Akupunktur mit der so genannten Moxibustion (Erwärmung der Akupunkturpunkte)  im Focus.  Gerade die Akupunktur ist  im Kampf gegen Rückenschmerzen sehr effektiv. Noch vor einiger Zeit glaubte die Schulmedizin noch, dass es sich dabei um reine Placeboeffekte handeln müsste. Inzwischen hat man festgestellt, dass die diversen Akupunkturpunkte an Stellen liegen, wo Gefäße und Nerven besonders nah an der Hautoberfläche liegen und dort ein sehr viel geringerer Hautwiderstand herrscht. Man vermutet, dass es durch die Nadelreizung zu einer Ausschüttung von bestimmten Hormonen kommt, die wiederum über elektrische Impulse bestimmte schmerz fördernde Substanzen hemmen. Zudem ist sehr wahrscheinlich, dass die Akupunkturnadeln Endorphine aktivieren, das sind schmerz lindernde und stimmungs aufhellende Botenstoffe.

Triggerpunkte
Definition:

Wenn Dehn- und Kräftigungsübungen nicht den gewünschten Erfolg bringen, wendet der Therapeut unterschiedliche Techniken an, um die Triggerpunkte aufzulösen. Bewährt hat sich die Behandlung mit Akupunkturnadeln, auch dry needling genannt. Auch mit niedrig dosierten Stoßwellen oder rein manuell mit Druck durch die Hände oder einen Stab lassen sich die Triggerpunkte zerstören. Gut ist auch die osteopathische Strain-Counterstrain-Methode. Dabei wird der schmerzende Körperteil passiv vom Therapeuten in eine Position der größtmöglichen Schmerzfreiheit geschoben und für jeweils 90 Sekunden gehalten. Dadurch sollen die Dehnungsrezeptoren der Muskulatur „lernen", wieder in eine gesunde Balance zu kommen, die der Entstehung von Triggerpunkte entgegenwirkt.

Wärmeanwendungen
Definition:

Bei Rückenschmerzen, die eine entzündliche Ursache haben, ist Wärme eher kontraproduktiv. Bei allen anderen Rückenleiden, vor allem bei Verspannungen, einem Hexenschuss oder Muskelschmerzen bedingt durch Arthrose, kann wohlige Wärme eine deutliche Linderung bringen. Sie regt den Stoffwechsel des Körpers an, fördert die Durchblutung, Nährstoffe werden besser zu den Zellen, Schadstoffe schneller abtransportiert. Zudem entspannt sich die Muskulatur und die Dehnfähigkeit des Gewebes wird verbessert. Bei einer so genannten Hyperthermie-Behandlung, bei der sich auch das Gewebe in der Tiefe auf rund 40 Grad erwärmt, werden zusätzlich weiße Blutkörperchen vom Körper produziert, die die Abwehrkräfte stärken. Die einfachsten Formen der Wärmetherapie sind ein heißes Bad, eine Wärmflasche, die gute alte Rotlichtlampe oder eine Thermobandage. Alles können Sie bequem ohne großen Aufwand zu Hause durchführen. Diese Methoden lindern den Schmerz kurzfristig und schaffen bei akuten Schmerzen erst einmal Erleichterung. Sie lassen sich auch gut mit der innerlichen Einnahme von NSARs kombinieren. Die Dosis dieser Schmerzmittel lässt sich auf diese Weise so niedrig wie möglich halten. Profis wie Physiotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister bieten eine ganze Palette weiterer Wärmeanwendungen an. Die Klassiker sind Packungen und Bäder mit Schlamm, Torf, Fango oder Moor, häufig in Kombination mit Massagen. Diese Substanzen enthalten wichtige Mineralien und Spurenelementen, außerdem entzündungs hemmende Substanzen. Gut bei Rückenerkrankungen sind auch Heublumenbäder oder Heublumensäckchen als Umschläge. Sie lockern durch ihre feuchte Wärme die Muskulatur, haben aber auch gleichzeitig eine stark beruhigende Wirkung. Per Ultraschall, Hochfrequenz oder Infrarot lässt sich ebenfalls eine Erwärmung von Gewebe und Muskulatur erzielen.

Wurzelreizsyndrom
Definition:

Genau genommen ist Ischias oder besser eine Ischialgie keine Krankheit, sondern ein Zeichen, dass der Ischiasnerv gereizt ist. Ischiasbeschwerden gehören zur Gruppe der Lumbalgien, also den Problemen der Lendenwirbelsäule. Kommt dieser Schmerz so rasend schnell und heftig, dass man sich kaum noch bewegen kann, spricht der Volksmund auch von einem Hexenschuss.

Bei der Ischialgie ist eine der Wurzeln des Ischiasnervs,  die aus dem Wirbelkanal austreten und  die Beine versorgen, gereizt oder eingeklemmt. Der Ischiasnerv ist der längste Nerv, der sich über Verzweigungen bis hinunter in die Füße schlängelt. Der lädierte Nerv sendet Schmerzsignale aus. Das äußert sich mit dumpfen, bohrenden Schmerzen, die scheinbar im Gesäß sitzen und bis ins Bein oder sogar in den Fuß ausstrahlen.



Praxis Dr. Marianowicz

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