
Die Arthrose ist ein stetig wachsendes Krankheitsbild, verursacht durch genetische Faktoren, Übergewicht, Bewegungsmangel, berufliche Belastungen und Überbelastungen bei Freizeitaktivitäten. Dabei kommt es zum Verschleiß und Untergang von Gelenkknorpel-gewebe.
Der Gelenkknorpel ernährt sich ausschließlich durch die Gelenkflüssigkeit, maßgeblich gefördert durch wechselnde Druckbelastung. Die Zufuhr von Nährstoffen erfolgt über die Synovialmembran in die Gelenkflüssigkeit. Die B-Zellen produzieren Hyaluronsäure, welche an die Gelenkflüssigkeit abgegeben wird und deren visco-elastische Eigenschaft bestimmt, d.h. ein reibungsfreies Gleiten der Gelenkflächen ermöglicht.
Visco-Supplementation mit Hyaluronsäure
Zur Behandlung eines Knorpelschadens oder Arthrose eines Gelenkes wird seit vielen Jahren fermentativ hergestellte Hyaluronsäure verwendet. Die Injektion von Hyaluron ins Gelenk stellt die Viscosität der Gelenkflüssigkeit wieder her, die bei der Arthrose gestört ist. Durch die Hyaluronsäure werden auch körpereigene Reparaturmechanismen im Gelenk angeregt, sie wirkt entzündungshemmend und reduziert die Schmerzrezeptorsensibilität. Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein von Restknorpelgewebe.
Zum Einsatz kommen hochmolekulare Hyaluronsäurepräparate, deren Eigenschaften vergleichbar sind mit der Hyaluronsäure aus körpereigener Gelenkflüssigkeit. Die erzielte Wirkung ist zeitlich begrenzt und sollte in Abständen von 6-12 Monaten wiederholt werden.
Behandlung mit Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist: ORTHOKIN
Für die Entstehung der Arthrose werden entzündungsauslösende Glykoproteine, vor allem das Interleukin-1, verantwortlich gemacht. In gesunden Gelenken ist in einem ausgewogenen Verhältnis auch der Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist vorhanden und begrenzt die inflammatorischen Wirkungen des Interleukin-1. Aus dem venösen Blut des Patienten kann durch Anreicherung der Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist gewonnen und das durch Zentrifugieren erhaltene Serum in das erkrankte Gelenk gespritzt werden. Dadurch kommt es zu nachhaltiger Schmerz- und Entzündungsreduktion. Diese Behandlung ist sowohl in den großen Gelenken ( Knie, Hüfte Schulter, Ellbogen und Sprunggelenk ) als auch in den kleinen Gelenken ( Finger, Hand, Fuß und Zehengelenke ) und der Wirbelsäule durchführbar. Da es sich um eine körpereigene Substanz handelt, können selbst Patienten mit Medikamenten-Unverträglichkeit oder Diabetiker mit Orthokin behandelt werden.

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